Ohne Macken – wärs kein echtes englisches Auto …

Leider hatte ich bisher nicht genügend Zeit, das Video vom Slalom der Mini-Clubs fertig zu machen und online zu stellen. Aber das hat sich ab heute etwas geändert… Denn Lijan hat mir gestern einen bösen Streich gespielt. Der Beginn der Odysee….

Seit ungefähr 2 Wochen schon spielt mir der Kleine einen Streich. Gestern kam es sogar soweit, dass man hätte an dem Streicher keinen Verstärker mehr anschließen müssen, das Verweigern der Gangannahme kam einen kleinen Kratzkonzert gleich. . . Naja vor einiger Zeit bemerkte ich, beim ausparken, dass sich der Kupplungsweg irgendwie verschoben/verkürzt hatte. Wo man normalerweise die Kupplung doch ein Stückchen kommen lassen muss um den Schleifpunkt zu erreichen war nunmehr nurnoch ein kleines Stück ehe der Punkt erreicht worden ist.

Etwas erschrocken dachte ich, dass mich der Sinn nur etwas getäuscht hat. Wie soll sich der Weg verschieben wenn noch alles geht. . .? Bis ich 2 oder 3 Tage später schließlich an einer auf grün umschaltenden Ampel stand.

Ich drückte die Kupplung und wollte den ersten Gang zum Anfahren einlegen.

Der Gang wollte aber nicht rein, da blokierte etwas. – Das kannte ich schon, ab und zu will der erste Gang nicht rein und es half erstmal in den 2. und zurück in den 1. zu schalten. Nur diesmal half es nicht, der 2. Gang wollte auch nicht rein. Hä?! Probieren wir den 3. ?

Dieser ging rein. Natürlich hab ich dann den ersten wieder versucht und dieser ging schließlich dann auch rein. Sodass ich meine Fahrt endlich fortsetzen konnte. . .

Bis zur nächsten roten Ampel. So stand ich da wieder und bekam keinen Gang mehr hinein.

Erst das mehrmalige Kupplungsbetätigen letztendlich öffnete den Weg zum 1. Gang und zur weiterfahrt.. Schließlich Abends zu Hause angekommen hab ich das große Mini-Forum befragt. So ziemlich alle zusammenhängende Antworten sagten, dass da wohl Luft in der Hydraulik drin ist, was am Ende dazu führt, dass die Kupplung nichtmehr sauber trennt und die Gänge nicht reingehen.

Meine Lösung:

Also war mein Projekt fürs Wochenende die Kupplungshydraulik zu entlüften. Samstag nach der Arbeit schließlich, stand ich mal wieder mit meiner Super LED-Leuchte auf der Straße und versuchte die Kupplung zu entlüften.

Natürlich hab ich von sowas garkeine Ahnung und musste einen Blick ins Mini Werkstatthandbuch werfen.

Rover Mini Xn – Auszug aus dem Werkstatthandbuch über das Entlüften der Kupplung

Ich hab mal eben einen Screenshot gemacht und möchte euch zu Punkt 2 etwas sagen:

Nein es steht nirgends wie viel Kupplungsflüssigkeit im Kupplungshauptzylinder sein muss. Im Mini-Forum hab ich gelesen, dass es knapp 2cm unter der Oberkante des Behälters sein sollten. Wie offiziell die Aussage ist kann ich nicht beurteilen, aber ich habe mich daran orientiert. Ach ja, für alle die in ihrem Mpi diesen Zylinder suchen. -> Der sitzt im Motorraum auf der Fahrerseite knapp unterhalb des Kraftstoffschalters.
-> der sogenannte Killswitch soll im Falle eines Unfalls die Benzinzufuhr abschalten. Der macht lt. Aussagen auch gerne Ärger – falls euer Mini mal nichtmehr so will. Näheres dazu steht in der Bedienungsanleitung. Zurück zu meinem Kupplungshauptzylinder. Ich finde an meinem weder eine Min- noch eine Max. Linie/Markierung… Nunja.
In Punkt 3 ist die Rede von einem Entlüftungsschlauch. Besitze ich natürlich nicht und Samstag Abend kann man auch in München ab 20h nirgends mehr einkaufen. . . Davon will ich mich aber nicht aufhalten lassen, hab ja schließlich genügend Kabelstränge. Da zieh ich einfach die Drähte raus und zweckentfremde die Isolierung…
Als Behälter für die Flüssigkeit ( Dot 4 Bremsflüssigkeit ) musste dann ein Glas herhalten aus welchem ich definitiv nie wieder trinken werde.
Im weiteren Verlauf soll ich zeitgleich die Kupplung treten, kontrollieren ob noch Luft und schmutzige Bremsflüssigkeit aus dem Ablassschlauch kommt. Aber wie das? Kann ja nicht zeitgleich im Motor festhängen um die Schraube auf und zu zu drehen und im Mini sitzen die Kupplung halten. Die erste Überlegung ging in Richtung Teleskopstange zum halten verwenden. Aber das war mir zu blöd, sodass ich mich entschied Verstärkung zu organisieren.
Bei der Anleitung sind auch diverse Warnhinweise über die Wirkung der Bremsflüssigkeit auf lakiertem Metall. Ich rate jedem, der ähnliches vor hat. Lasst dieses Zeug unter keinem Umständen auf den Lack kommen. Die Flüssigkeit erscheint mir aggressiver als Aceton ( Lacklöser ) .
Ok so viel zur Theorie. Nun war es aber schon so spät. dass ich nichts mehr machen wollte, also verschob ich die Praxis auf Sonntag.
Und so kam der nächste Tag und ich ging mit der organisierten Verstärkung bewaffnet mit einer geleerten Kabelisolierung, einem Glas und einem halben Liter DOT 4 Bremsflüssigkeit ans Werk. Natürlich wusste ich nicht, dass diese Situation zum scheitern verurteilt worden war, denn meine Improvisation war vielleicht ein Ansatz aber nicht zu Ende gedacht. Diesen Fehler muss ich mir leider eingestehen. Denn der selbstgebastelte Entlüftungsschlauch wollte nicht dicht an der Entlüftungsschraube sitzen. Ein weiteres Problem welches sich mir auf der Straße dann am Sonntag stellte, war die Entlüftungsschraube selbst. – sie ist zöllisch!

Meine Verzweiflung:

Selbstverständlich hab ich nur eine 11er Nuss gehabt die einigermaßen passt. Wäre der Blog nicht öffentlich, dann würde ich jetzt meine Gedanken welche ich in der Situation hatte offen preisgeben. Ich war stinksauer auf mich. Wo ich sonst bis ins kleinste Detail plane und alle möglichen Wege durchgehe, kam mir nicht der Gedanke in den Sinn bei einem kleinen Englischem Wagen auf die Idee zu kommen, dass hier und da doch zöllische Schrauben verwendet worden sind. So ein Mist, denn ich hatte mit der Nuss die Schraube im Vorfeld gelockert, was letztendlich nur eines ergeben konnte: Es drückt die Bremsflüssigkeit raus und der Druck in der Kupplung war komplett verloren.
Für alle Schrauberanfänger wie mich, eine kleine Frage: Wie wollt ihr durch eine Nuss einen Entlüftungsschlauch führen und zeitgleich die Nuss auf und zu drehen? Denkt dran, die Ratsche für die Nuss kann wenn ein Schlauch durch die Nuss geht ja nicht verwendet werden… Unerfahren wie ich in der Sache bin, wollte ich mich nicht beirren lassen und versuchte hoffnungslos mit einer Zange die Nuss auf und zu zudrehen. Glaubt mir, das klappt nicht, die Zange rutscht ab.
Aber das waren noch nicht alle Probleme die sich mir stellten. Dieses blöde mit Bremsflüssigkeit gefüllte Glas. Wie halte ich das im Motor, dass es nicht kipppt usw. ? Dieses Problem konnte ich aber leicht lösen indem ich mein Gewebeklebeband zur Hilfe nahm. Habs einfach an die Seitenwand geklebt. Es hielt auch, aber Bremsflüssigkeit sollte nicht dorthin kommen, diese löst auch den Kleber.
Was ist das bitte für eine Chemiekalie?!

Macht es besser nicht so- meine Lösung:

Das zöllische Schraubenproblem versuchte ich mit der Zange zu lösen. Natürlich ist diese auch dort oft abgerutscht und wenn ihr ohne Handschuhe arbeitet. Dann seit ihr nicht nur schmutzig, nein, ihr tut euch weh. Diversere Spuren hab ich nun…

Das “Versagen”:

Nach schließlich nach langem Pumpen dann, stellte ich das Projekt ein. Meine Verstärkung ( die nicht öffentlich im Internet erwähnt werden möchte ) war mittlerweile auch schon ziemlich entnervt. Es kam mit jedem Pumpen Luft und es tat sich keine Besserung. Spätestens an dieser Stelle war mir dann klar, dass da zum einen etwas undicht sein muss und zum anderen anständiges ( oder passendes ) Werkzeug beschafft werden muss. Also packte ich alles wieder zusammen um am Montag nach der Arbeit einen passenden Schlauch und Werkzeug zu besorgen.. Ziemlich depremiert suchte ich nochmal im Mini-Forum nach hinweisen was ich hätte falsch machen können. Aber bis auf das unpassende Arbeitsmaterial hab ich nichts falsch gemacht.
Welch Tragödie, Lijan hat garkeinen Kupplungsdruck mehr, ich kann nichts dagegen tun und muss ihn stehen lassen. Ein Mini will nicht stehen! :(

Die Suche nach der Lösung:

Montag dann war nach der Arbeit mein nächster Weg zu grossen Geschäfften welche mir als Werkzeug im Sortiment führend bekannt waren. Ja sie hatten alle Werkzeug, aber selbstverständlich nicht das was ich benötige. Man soll meinen, München die Weltstadt mit Herz, mit einer riesigen Einkaufsmeile ( vom Hauptbahnhof bis zum Sendlinger Tor – für Ortsbekannte ), kann auch mir ihr Herz öffnen.
Aber  bitter enttäuscht wurde ich. Denn Werkzeug gab es in gedachten Geschäfften, aber nicht das was ich suche. Dafür war das Werkzeugsortiment einfach zu klein! Vom Schlauch mal ganz abgesehen. Klar hätte ich zu einem Baumarkt fahren können, aber die liegen leider alle mehr ausserhalb vom Stadtkern. Mein Mpi fährt ja nichtmehr, also wie da noch hinkommen und dann reparieren? Die Zeit reicht garnicht.
10 Geschäfte, darunter 2 Zoohandlungen, 1 Bastelladen und mehrere Allrounder später, stimmten mich dann sehr enttäuscht. Nirgends bekam ich, was ich suchte.
Bis mir ein Gedankenblitz aus der Vergangenheit kam, ich besaß mal ein grosses Aquarium mit vielen schönen Fischen. In nächster Nähe des Viktualienmarktes ist schon seit Jahren ein Dehner - der muss die passenden Schläuche haben. ( Dachte ich )
Völlig verschwitzt ( will ja noch bei Tageslicht Schrauben ), kam ich dort auch an um festzustellen, dass deren Schläuche entweder zu klein oder zu groß waren…Prima!  Also wieder nichts. Sozusagen meine letzte Hoffnung im Umkreis und dort bekomm ich auch nicht das, was dringensd benötigt wird.

Die Rettung:

Am Münchner Viktualienmarkt gibt es noch ein weiteres Geschäfft, den Samenschmitz. Ich wusste zwar, dass dieser hauptsächlich Gartenbedarf führt, aber im Randsortiment auch Kleintiere. Die Hoffnung auf Erfolg war nicht sehr groß als ich den Laden betrat doch ich wurde eines Besseren belehrt. im 1. Stock beim Gartenzubehör fand ich einen Schlauch der genau den richtigen Umfang hat ( 8 mm ) . Yeah, war dieser Lichtblick gut für mein miniverliebtes Herz. Endlich ein Teilerfolg. ! Der Schlauch war in einem Eimer mit Loch, aus welchem das obere Ende des Schlauches heraus ragte. Hehe, Schnittware. Noch besser. Ich brauch schließliche keine 10 Meter davon. . .

das Einkaufserlebnis:

In meiner Euphorie zog ich den Eimer samt den Schlauch an mich und begab mich zu einer Mitarbeiterin. Mit einem breitem Grinsen fragte ich sie, was denn die Mindestabgabemenge sei..
Freundlich aber etwas schnäppisch antwortete sie mir: “Das ist mir jetzt auch egal!”. Oha, da muss intern irgendwas nicht so gut laufen oder sie hat einfach nur einen schlechten Tag aber ich hinterfragte die Antwort ob es wirklich egal sei ob ich jetzt 10 oder 50 cm von diesem Schlauch nehmen kann. Mit einem Lächeln ( sie hat wohl erkannt, dass ich gemerkt habe, dass da was nicht im Reinen ist ) sagte sie:”Ja, ist mir egal, wie viel möchten Sie denn? Etwas ungläubig antwortete ich so ca. 20- 30 cm dürften reichen und ich erzählte ihr wofür ich den Schlauch benötige und welche Odysse ich mittlerweile hinter mir habe. Der Geschichte hörte sie aufmerksam zu und ich erkannte auch ein kleines Glitzern in ihren Augen. Ich kenns ja selbst aus dem Einzelhandel, dass es nicht immer leicht mit Kunden ist, dass die Arbeit sehr eintönig und unzufriedenstellend sein kann… Vor allem wenn man dann eventuell ungerecht von “oben” her behandelt wird.

Liebe Blogleser, Wertschätzung ist eine ausdrücklich wichtige Sache im Leben einer Gesellschaft!

Aber wie dem auch sei. Letztendlich nahm ich ihr einen halben Meter vom Schlauch und einen Zettel mit dem Preis ab und begab mich zur Kasse. An der Kasse schließlich war die Verkäuferin mit dem Zettel ein bischen überfragt. Die Info`s darauf waren nicht konkret genug, sodass ich ihr ruhig erklärt hab, dass laut Etikett, der Schlauch pro Meter nur 0,80 Cent koste. Und 0,40 Cent ist das was ich bezahlen muss.. Sie fragte kurz ihre Kollegin und verfolgte ihre Anweisungen. *gg die Kasse, aber wollte mir dann nur 20 Cent abnehmen. Dagegen wehrte ich mich, weil ich niemanden betrügen möchte. ich bestand darauf 40 Cent zu bezahlen und schlug ihr vor, die 20 Cent komplett zu stornieren und einfach 40 Cent für Schlauch in die Kasse zu pflegen. Wenn ich jetzt darüber so nachdenke. Echt lächerlich… Aber :) Mit spass nahm sie meinen Vorschlag an und meinte nur:” stimmt wenn die so ein blödes System haben.” Letztendlich, hab ich den Samen-Schmidts mit einem breitem Grinsen und dem endlich passend bezahlten Schlauch verlassen.

Meine letzte Hoffnung und der Erfolg!

An dieser Stelle, war das Erfolgserlebnis so riesig, dass ich mit einem riesen Lächeln auf direktem Weg zum Kustermann bin. Das Geschäfft liegt auch am Viktualienmarkt und war was den Schraubenschlüssel betrifft meine letzte Hoffnung. Das einzigste was ich bis dahin über Kustermann wusste, dass es ein Qualitätsgeschäfft mit Preisen über meinem Niveau ist. Ebenfalls wusste ich, dass der Kustermann, viel für die Küche zu bieten hat. Es war wie gesagt, meine letzte Hoffnung und was kostet es jetzt noch dort auch noch reinzuschauen. Also direkt dorthin marschiert…
Recht Strange war mir, dass mich wildfremde Leute auf dem Weg dorthin begrüsst und wahrgenommen haben. Anscheinend hatte ich aufgrund der Schlauch-Erfolgseupherie so eine große Ausstrahlung, dass ich den Menschen positiv aufgefallen bin. Wo sonst jeder seines Weges geht und nicht beachtet wird, reicht wohl ein ehrliches breites Grinsen im Gesicht um andere damit anzustecken.
Der Kustermann selbst war dann meine Rettung, eine etwas größere Werkzeugabteilung, fast wie ein kleiner Baumarkt, bietet so ziemlich alles was das heimwerker Herz berührt. Und so fand ich dort auch einen 11er Schlüssel, neues Klebeband, Dremelaufsätze für das Scheinwerferprojekt und Spachtelmasse für beseitigte Roststellen.. Das Preisniveau, wie gesagt ist dort recht hoch, aber ich hatte endlich was ich suchte. Ich denke, das was ich dort erworben habe ist auch sein Geld wert. Da steckt Qualität dahinter!

der neue Versuch:

Nungut, jetzt hatte ich alles, was ich benötigte um den Mini und seine Kupplung wieder Gangbar zu machen und begab mich direkt nach Hause.
Nachdem ich mich umgezogen hatte, ging es wieder mit Verstärkung zu Lijan, es wird Zeit das Problem endgültig zu lösen. Doch bevor die Schrauberei von vorne beginnen konnte, wurden meine Verstärkung und ich von einem Jaguar-fan der ebenfalls an meiner Strasse wohnt angesprochen. Natürlich kamen wir gut ins Gespräch, da wir unsere Liebe für ECHTE englische Autos teilen. Er bot große Hilfe und natürlich sein zöllisches Werkzeug an. Warum konnte er mir nicht schon am Sonntag begegnen?! ´:)
Nunja, jetzt hatte ich schon alles was von nöten war und nach einem Visitenkartentausch und einer neu geschlossenen Freundschaft verabschiedeten wir uns. Gut zu wissen, dass ich Unterstützung in meiner Strasse habe. . .

Neues Spiel, neues Glück:

So konnte die eigentlich Arbeit beginnen. Nach langem Pumpen und Schraube auf und zu drehen, kam langsam wieder Druck auf die Kupplung. Sieht so aus, als wäre das Problem behoben. Meine Bremsflüssigkeit neigte sich schon dem Ende zu, als ich entschloss die Arbeit einzustellen.
Ich hab alles wieder zusammengeschraubt, was vorher aus dem Weg musste und machte einen Test.

Der Traum:

Motor an, Kupplung treten, Yeah wiederstand im Kupplungspedal. Zumindest Druck hab ich wieder….
Jetzt muss ich nurnoch den 1. Gang einlegen um zu prüfen, dass es geht.

die Wahrheit:

Mit einem entsetzem Lächeln dann, musste ich aber wieder feststellen, dass zwar der Ursprungszustand hergestellt worden war. Aber die Kupplung immernoch nicht sauber trennt. Erst nach mehrmaligem ” pumpen” ( Kupplungspedal treten ) ging schließlich der 1. Gang wieder rein. . . Ohje. Aber so ist der Mini wieder fahrbar. Und bevor ich ihn Tage lang auf der Straße stehen lasse entschloss ich mich, ihn in die Garage zu bringen. Da wäre er zumindest sicher aufgehoben.

das nackte Überleben:

Eine kurze Pause gönnte ich mir zum Hände waschen. Dann ging ich zu Lijan und wollte ihn in die Garage fahren. Der Start lief ohne weitere Probleme, nach der ersten roten Ampel konnte ich auch gut starten. :) Vielleicht hat es doch was gebracht..
Und so fuhr ich und fuhr von Ampel zu Ampel.. Bis vor mir ein Passat Kombi auftauchte. Der langsam auf freier Straße vor sich hin fuhr. Ich dachte mir, ok, evtl stimmt was mit seinem Wagen nicht, deswegen fährt er so langsam. Die Straße vor ihm war schließlich frei und als max. 60 km/h erlaubt waren fuhr er nur ca. 48km/h … Für den Münchner Verkehr recht ungewöhnlich, da fahren eigtl. alle eher das Maximum bis zur Geldstrafentoleranz… Also entschloss ich mich, mit meinem Mini zu überholen.. Bis dann die Abzweigung auf den Ring kam.
Ich bog um die Kurve und bekam den 2. Gang nichtmehr rein. Das Getriebe kratzte und schrie “aufhören”. !!!

Ich hörte nurnoch “aufhören!!!!”

Tat richtig in der Seele weh. Und der eigenartige Kombifahrer (mittlerweile wieder hinter mir), klebte an der Heckstossstange wie eine Fliege. Aber dieser blöde Zweite Gang wollte einfach nicht rein. Damn, gerade auf der Auffahrt zum Ring liegen bleiben ist wirklich keine gute Idee! Nungut, ich bekomm den 2. Gang nicht rein, den 1. Gang auch nicht, also rollte ich erstmal aus und schaltete den Warnblinker ein. Mittlerweile sollte eigentlich der Passatfahrer hinter mir auch schon das Kratzen des Getriebes gehört haben aber völlig verständnislos und unbeeindruckt fuhr er noch dichter auf und wollte mir mit seiner Lichthupe zeigen, dass ich aus dem Weg soll.

Das war auch mein Ziel, erstmal aus dem Weg, damit ich niemanden behindere. Aber wie? Wie soll ich aus dem Weg, wenn ich auf der Auffahrt auf den Ring keinen Gang hineinbekomme??? Klar nutzte ich den letzten Schwung auf den anderen Streifen zu wechseln, sodass der (sorry) “Egoist!” vorbei ziehen konnte. Doch nun stand ich mit meinem Mpi da. Ich war nicht zu Hause. Ich war nicht in der Garage und ich stand mit Warnblinklicht an einer Stelle, wo ich nicht stehenbleiben darf! Gerade hier kann es nicht ungünstiger sein. Mensch Mini, spiel mir doch nicht solche Streiche.

Im Streich:

Verunsichert begann ich nun mit dem Kupplungspedal zu pumpen, da stehend auf dem Streifen der zum großen Parkplatz des Olympiageländes führt. Doch der erste Gang wollte einfach nicht rein. Scheiße, Scheiße, Scheiße, was jetzt?!

Ich fühlte mich absolut hilflos und wusste wirklich nicht weiter. Doch in solchen Situationen verhält sich mein Hirn wie die Motorsteuerung des Mini, es läuft im Notprogramm.

das Notprogramm:

So pumpte ich und pumpte und pumpte! Bis schließlich der 1. Gang wieder reingerutscht ist.

Prombt konnte der Mini wieder fahren, ergab sich wieder ein Problem. Ich kann die Auffahrt nicht runterfahren. Das ist eine Einbahnstrasse, aber wo ist hier der Ausgang?! Nach etwas längerem suchen war dieser auch gefunden. Ich hab meine Fahrt fortgesetzt, aber diesmal nicht über den Ring.

Wo ich sonst ca. 25 Min. von mir in die Garage brauche war die Fahrt heute wohl etwas länger, denn 1,5 Stunden später kam ich letztendlich an.

Das Fazit:

Und heute?! Was ist heute passiert? Die ganze Odysse hat mich letztendlich dazu geführt, dass ich heute den Mini einem Fachmann, dem Harry vom anderen Münchner Miniclub übergeben habe. Mit Angstschweiß hab ich den Mini aus der Garage geholt und ans andere Ende der Stadt in die Werkstatt gefahren. Eigenartig war nur, dass ich garnicht pumpen musste um zu schalten. Als hätte Lijan gespürt, dass es zur Werkstatt bzw. zum “Zahnarzt” geht. . .

Jetzt bekommt er endlich neue Stoßdämpfer, die Bremsen werden gemacht und hoffentlich das Kupplungsproblem wird gelöst.

Warum ich aber sag, dass ihr wirklich aufpassen müsst, dass die Bremsflüssigkeit nicht auf den Lack kommt? !

Als ich gestern schließlich mit passendem Arbeitsmaterial da weitermachen wollte, wo ich gestern aufgehört hatte hab ich gesehen, dass diese Bremsflüssigkeit sogar die Beschichtung am Kupplungszylinder gefressen hat. Das blanke Metall kam zum Vorschein.

Zum Glück muss der Zylinder wahrscheinlich eh neu! :) Dann muss ich mir da keine Sorgen wegen Rost machen. Aber dennoch, wenn ihr Bremsflüssigkeit auf euren Wagen bzw lackierte Flächen schüttet, dann macht diese sofort mit viel Wasser weg! SOFORT!!!


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Ohne Macken – wärs kein echtes englisches Auto … — 1 Kommentar

  1. Pingback: der ersehnte Anruf und die Freude auf meinen Lijan. | Rover Mini Xn - mein MPI und seine täglichen Abenteuer.

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